Du betrachtest gerade Vervollständigen Sie unser Team im Besuchsdienst?

Wir möchten Sie gern für ein Ehrenamt in unserer Kirchengemeinde begeistern, etwa für Besuche rund um den Geburtstag zu Hause oder in Senioreneinrichtungen. Sie entscheiden frei, wie viel Zeit Sie investieren. Und Ihr Aufgabengebiet können Sie sogar mitgestalten. Nur erzählen, was Sie mit wem erlebt haben, dürfen Sie nicht. Denn alle Ehrenamtlichen stehen unter Schweigepflicht.

Damit Sie eine lebendige Vorstellung davon bekommen, was der Besuchsdienst so mit sich bringt, haben wir in unserem Team herumgefragt, wer etwas dazu schreiben mag, was dieses Ehrenamt für ihn oder sie bedeutet. Die Resonanz war überwältigend. Aber lesen Sie selbst …

Waltraud Schönfeld: „Mein Ehrenamt beschenkt mich mit Dankbarkeit und Freude. Am meisten liebe ich an den Geburtstagsbesuchen das herzliche Willkommen-Geheißen-Werden und die vielfältigen, liebevoll geführten Gespräche.“

Heidi Becker: „Ich bin beim Besuchsdienst, weil ich gerne Menschen eine kleine Freude mache, insbesondere denen, die ansonsten an dem Tag keinen Besuch bekommen würden und alleine sind. Außerdem: ‚Älter‘ werden wir und unsere Lieben ja alle. Vielleicht erleichtert der kleine persönliche Kontakt es aktuell oder später mal, im Bedarfsfall auf die Ansprechpartnerinnen der Seelsorge und des Seniorenbüros zuzugehen. – Für mich persönlich bietet diese Form des Ehrenamtes den Vorteil, dass ich etwas für andere tun kann, bei dem ich persönlich sehr flexibel bin.“

Katrin Deckert: „Die Geburtstagsbesuche bedeuten für mich, den älteren Menschen zu zeigen, dass sie ein wertvoller Teil unserer Gemeinde sind. Es ist mir eine Freude, ihnen Zeit zu schenken, ihre Lebensgeschichten zu hören und zu vermitteln: Wir vergessen euch nicht.“

Waltraud Seehause-Freitag: „Seit über zehn Jahren schreibe ich die Geburtstagsgrüße für die 70 bis 79-Jährigen in unserer Kirchengemeinde. Ich übernehme auch gerne einige Besuche bei den Menschen über 80. Es ist immer schön zu erleben, wenn sich jemand über einen Gratulationsbesuch und ein Gespräch freut. Für mich ist der Kontakt zu ihnen und den anderen Ehrenamtlern ebenfalls schön.“

Ilka Delcuve: „Ich besuche sehr gerne. Das strahle ich aus und die meisten strahlen zurück. Die Gespräche verlaufen positiv. Da ich auch ein Kriegskind bin, sind die Leute immer froh, wenn sie über vergangene Zeiten sprechen können.“

Bärbel Pastow: „Mein Ehrenamt beschenkt mich mit vielen ganz lieben Menschen, die man sehr gerne öfter besuchen würde.“

Sarah O’Neil: „Der Besuchsdienst ist für mich eine wertvolle Begegnung mit Menschen und ihren Geschichten. Er schenkt mir echte Verbundenheit – mit den Besuchten und mit unserer Community.“

Gudrun Engels: „Die Geburtstagsbesuche zeigen mir, dass ‚alt‘ nicht automatisch krank, dement und hilfsbedürftig bedeuten muss, sondern dass man auch im Alter körperlich und geistig fit sein kann – unternehmenslustig, lebensfroh und vielseitig interessiert.“

Maria Anna Sudhoff: „Ich sehe in meinem Ehrenamt Sinn und Erfüllung, um Ziele zu verfolgen, beispielsweise das Schreiben der Geburtstagsgrüße an 70 bis 79-jährige Gemeindeglieder.“

Astrid Schütze: „Warum ich gerne Besuchsdienst mache: Ich mag den Kontakt zu älteren Menschen, unterhalte mich gerne und gratuliere im Namen der Gemeinde. Im Social-Media-Zeitalter sind das persönliche Gespräch und das direkte Miteinander wichtig.“

Nobert Graetz: „Der Besuchsdienst ist eine echte Bereicherung in meinem Leben, da ich mit Menschen in Kontakt komme, die ich ohne diesen Auftrag nicht kennengelernt hätte. Dadurch verbinde ich mich ein wenig mit mir bislang unbekannten Menschen in meiner Umgebung und fühle mich mit dem Stadtviertel, in dem ich wohne, stärker verbunden.

Die Besuche bedeuten mir viel, da ich anders als in meinem bisherigen beruflichen Leben nicht in der Rolle bin, Gesprächsinhalte zu formulieren und Gesprächsziele zu erreichen, sondern entspannt zuhören darf, was die Besuchten erlebt haben, was sie erleben und was ihnen wichtig ist.

Obwohl die meisten Besuchten zum Glück noch Familie und Freunde haben, wird mein Besuch in den allermeisten Fällen mit Dank und Begeisterung aufgenommen. Verwandte und Freunde, die häufig auch gerade zu Besuch sind, nehmen mein Interesse ganz überwiegend sehr positiv wahr. Ich bin somit Botschafter der Kirche in einer Welt, in der leider viele Menschen den Glauben an die Kirche und deren Nutzen zu verlieren scheinen. Wir begegnen im Besuchsdienst vielen Menschen, die den Gottesdienst, bis auf Weihnachten vielleicht, in der Regel nicht (mehr) besuchen.

Mein Ehrenamt beschenkt mich mit Kontakt zu Menschen, die sich mit dem Altern ganz häufig positiv auseinandersetzen und zumeist mit ihrer Erfahrung den Fragen des Lebens offen und mutig begegnen. Auch die körperlichen Einschränkungen, Krankheitserfahrungen oder der Verlust des Partners oder von Freunden durch deren Tod können offen mit mir geteilt werden. Allein darüber sprechen zu dürfen, scheint den Menschen gutzutun. Mir tut es gut, dies wahrzunehmen. Wie so häufig, wird der Schenkende so zum Beschenkten.

Wenn ich aus einem Geburtstagsgespräch komme, denke ich häufig noch über die Begegnung mit den Geburtstagskindern und deren Erzählungen nach. Jedes positive Gespräch schenkt mir die Vorfreude auf die nächste Begegnung, jede Begegnung mit dem Leid und der Verzweiflung über die Zumutungen des Alterns, die natürlich auch in meinen Gesprächen öfter Gegenstand der Unterhaltung werden, verstärkt in mir das Gefühl, für die Menschen da sein zu wollen und mit dem Besuchsdienst etwas Wichtiges und Richtiges zu tun.

Dankbarkeit gilt als eine der stärksten Quellen für dauerhaftes Glück und Zufriedenheit. Ich begegne ihr bei jüngeren Menschen, aber auch bei Menschen meines Alters weit weniger häufig als bei den Älteren, die ich besuche. Ich besuche ja (noch) häufig Menschen, die sich an Kriegserlebnisse sehr lebhaft erinnern, insbesondere an die Flucht und die ersten Jahre nach dem Krieg. Natürlich sind solche Erlebnisse in der Kindheit und Jugend sehr prägend, und ich bin immer wieder erstaunt, welch großen Anteil die Erlebnisse in diesen ersten Jahren der frühen Kindheit und des Aufwachsens bei Erzählungen einnehmen. Aber für mich ist das eigentlich Überraschende, wie positiv die Menschen ihr Leben bewerben, trotz dieser schweren Jahre. Auch bei den erst nach dem Krieg geborenen Älteren steht die Dankbarkeit häufig im Vordergrund ihrer Lebensbewertung, eine immer wieder in den Gesprächen einschränkungslos ausgedrückte Dankbarkeit.

Wer das in den Gesprächen erleben darf, wird still oder froh, wie man will. Das zu erleben, dem zuhören zu dürfen, ist ein echtes Geschenk, das ich so nicht erwartet hatte. Natürlich gibt es dazu Ausnahmen, aber die bestätigen sprichwörtlich ja nur die Regel.“

Sinn, Erfüllung, gute Gespräche, Verbundenheit, neue Erfahrungen, Freude … All das kann ein Ehrenamt schenken. Allerdings kann es einen auch mal vor Herausforderungen stellen. Mit denen wären Sie aber nie allein.

Das Team vom Seelsorgedienst bietet allen ehrenamtlich Tätigen:

  • ein wertschätzendes Miteinander,
  • flexible Zeiteinteilung für ihre Einsätze,
  • Begleitung und Einführung in das Ehrenamt,
  • regelmäßige Weiterbildung,
  • Beratung und Supervision sowie
  • regelmäßigen Treffen in festen Gruppen mit Raum für Austausch.

Wollen wir gemeinsam herausfinden, wie Ihr Ehrenamt aussehen könnte? (Es gäbe da zum Beispiel auch noch die Kirchenaufsicht oder die Möglichkeit, mal einen Beitrag für die Homepage oder den einBlick zu schreiben.)

Wir freuen uns, von Ihnen zu hören: 02103 398233 | ev.seelsorgedienst.hilden@ekir.de

Das Team vom Seelsorgedienst mit Anke Gasch