Eine Auszeichnung für herausragendes, ehrenamtliches Engagement für unsere Kirchengemeinde. Allein das ist schon aufregend, fangen wir aber mal ganz vor vorne an:
„Liebe Iris, die ehrenamtliche Arbeit unseres Arbeitsbereiches wird vom Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales geehrt – hast du am 10. November 2025 eventuell Zeit?“ – mit dieser Nachricht überraschte mich Sabine Jäger Anfang Oktober und mir war sofort klar, dass ich mir natürlich Zeit nehme für solch ein herausragendes Event! Einige Telefonate später stand fest, was genau sich hinter der Veranstaltung „Ehrenamt schafft Begegnung“ vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW) verbirgt. Das hauptamtliche Team des Büros für Seelsorgedienste & Seniorenarbeit entwickelte
gemeinsam schnell einen Fahrplan und stellte eine kleine Delegation ehrenamtlicher Personen zusammen.
Am 10. November 2025 war es dann so weit: In den Räumlichkeiten der AOK Rheinland/Hamburg in Düsseldorf kamen knapp 30 Vereinigungen jeglicher Art zusammen und warteten gespannt auf den Sozialminister. Und eine von diesen Initiativen waren tatsächlich wir! So richtig glauben konnten das wohl weder wir ehrenamtliche noch die beiden Hauptamtlichen Petra Mantovan und Jessica Mertens. Nach einer kurzen Anmoderation übernahm dann der Minister des MAGS NRW Karl-Josef Laumann das Mikrofon. Neben der positiven Herausstellung des Einsatzes aller Ehrenamtlichen in der Seniorenarbeit stellte er immer wieder auch Verbindungen zu seinen eigenen Erfahrungen aus seinem privaten Umfeld her. So wurde spürbar, dass die Unterstützung älterer Menschen ihm eine Herzensangelegenheit ist und – fast noch spannender – dass er die feste Überzeugung hat, das ohne ehrenamtliches Engagement die vielfältigen Alltagsherausforderungen einer alternden Gesellschaft nicht lösbar sind. In der sich anschließenden Podiumsdiskussion hatte Norbert Graetz die Gelegenheit, unseren Arbeitsbereich „(Geburtstags-)Besuchsdienst“ näher zu erläutern.

Podiumsdiskussion „Das Besuchen der Menschen an ihren Geburtstagen hat mir ganz neue Sichtweisen aufgezeigt. Früher war ich es, der geredet hat, bei diesen Besuchen höre ich einfach zu und es ist Gewinn für beide Seiten.“ – so Norbert Graetz bei der Podiumsdiskussion.
Das Highlight der Veranstaltung – die Ehrung aller geladenen Projekte, Vereinigungen oder Institutionen – ließ nicht lange auf sich warten. Jeder Bereich wurde aufgerufen und hatte die Gelegenheit zwei bis drei Sätze zu dem ehrenamtlichen Engagement, was geehrt wird, zu sagen. Gut, das mit den zwei bis drei Sätzen müssen wir wohl alle nochmal üben, aber wie soll es auch gelingen, eine Tätigkeit, in die jede einzelne Person so viel Herzblut steckt, in so wenigen Worten zusammenzufassen? Ausnahmslos jedes Konzept und jede Idee, die an diesem Tag vorgestellt wurde, waren geprägt von Liebe und Hingabe. Alle vereinte ein gemeinsames Ziel: Mit dem eigenen Tun die Gesellschaft so positiv zu beeinflussen, dass insbesondere ältere Menschen trotz aller Herausforderungen weiter Teil der Gemeinschaft bleiben können.
Was nehme ich nun aus diesem Tag mit? In erster Linie Dankbarkeit. Die Ehrenurkunde stellvertretend für unsere Kirchengemeinde und alle ehrenamtlichen Personen in der Seniorenarbeit entgegennehmen zu dürfen, hat mich stolz gemacht. Unsere Gemeinde hat mit dem Arbeitsbereich Seelsorgedienst und Seniorenarbeit etwas ganz Fantastisches und nicht Selbstverständliches geschaffen. Dankbar bin ich aber auch für die Möglichkeiten, die uns gegeben werden. Nur durch die konzeptionelle Arbeit des Teams Seelsorgedienst & Seniorenarbeit werden Ideen umsetzbar und überhaupt lebbar.

Überreichung der Urkunde zur Ehrung des ehrenamtlichen Engagements in der Seniorenarbeit durch Minister Karl-Josef Laumann
Iris Melchers / Januar 2026
INFOBOX:
- Beratung zum Thema “Älter werden”, auch für Angehörige
- Vermittlung von sozialen Diensten
- Unterstützung in schwierigen Lebenslagen, wie Trauerbegleitung für Menschen in jedem
Alter - Qualifizierung und Weiterbildung von Ehrenamtlichen
- Schulungen im Bereich Seelsorge
- Organisation von Gruppen und Veranstaltungen:
-Besuche zu Hause, in Senioreneinrichtungen oder im Krankenhaus - Besuche per Telefon
- Vorlesen und Erzählen

