Du betrachtest gerade Rückblick: Unsere Gemeindeversammlung „Wir gestalten Zukunft“ am 7.12.25
Luftbild der Reformationskirche

Die zentrale Frage: Wie viel Gebäudefläche benötigen wir zukünftig?

Am Sonntag, dem 07.12.2025, fand unsere Gemeindeversammlung statt. Zu ihr hatte das Presbyterium unter dem Thema: „Wir gestalten Zukunft“ eingeladen. Gemeinsam blickten wir auf das vergangene Kirchenjahr zurück, das von vielfältigen Gottesdiensten geprägt war und von den unterschiedlichsten Veranstaltungen zum 800-jährigen Bestehen der Reformationskirche. Es wurde deutlich, wie bunt und lebendig unsere Gemeinde ist.

Ein besonderer Gesprächs-Schwerpunkt galt den Fragen: Wie viel Gebäudefläche benötigen wir zukünftig für unsere abwechslungsreichen Angebote? Und wie viel davon können wir uns  finanziell leisten – vor dem Hintergrund der Gebäudebedarfsanalyse und aufgrund des Landessynoden-Beschlusses 2023, der fordert, alle kirchlichen Gebäude klimaneutral zu bewirtschaften?

Die Gebäudebedarfsanalyse hat für Hilden ergeben, dass wir unsere Gebäudefläche um 50 Prozent reduzieren müssen: von aktuell 3275 Quadratmetern auf künftig etwa 1648 Quadratmeter. Laut dieser Analyse könnten auf dieser Fläche weiterhin alle bisherigen Angebote untergebracht werden.

Das Presbyterium hatte sich in einer ersten Klausurtagung einmütig dazu geäußert, das Gemeindezentrum Mitte mit der denkmalgeschützten Reformationskirche nicht aufgeben zu wollen. Sie liegt inmitten von Hilden und ist zentral sichtbar. Alle Gemeindemitglieder waren nun eingeladen, ihre Ideen, Sorgen und Anregungen einzubringen. Denn die Zukunft unserer Gemeinde entwickeln wir gemeinsam – mit Erfahrung, Verantwortung und Offenheit für Neues.

Diese Möglichkeit wurde intensiv genutzt. Zahlreiche Anregungen, kreative neue Ideen und Bedenken fließen nun in die weiteren Planungen ein. Mitte des Jahres 2026 wollen wir in einer weiteren Gemeindeversammlung über die nächsten Planungsschritte informieren.

Brunhilde Seitzer, Vorsitzende des Presbyteriums

Wir sind eine Gemeinde – Eindrücke von Gemeindegliedern und ein paar Zahlen

Im Anschluss an die Gemeindeversammlung höre ich mich bei einigen Teilnehmenden um, wie diese sie erlebt haben, und erfahre: „Die Diskussion zum Thema Zukunftsgestaltung wurde rege, aber immer freundlich im Ton geführt. Es wurde klar: Wir hängen am Altbekannten, wollen aber vor allem den Gedanken betonen, dass wir EINE Gemeinde sind und uns nicht in Stadtteile trennen lassen.“

Die vom Presbyterium vorgestellten Zahlen wurden mit Spannung und Interesse aufgenommen: 2020 hatten wir 13.544 Gemeindeglieder, 2024 waren es nur noch 11.792. Über die letzten Jahre konnte man beobachten, dass es pro Jahr etwa drei Prozent weniger Mitglieder geworden sind. Für 2030 rechnet man deshalb perspektivisch mit 9.699 Gemeindemitgliedern.

Allein für die Erhaltung der Gebäude, die wir betreiben, benötigen wir jährlich 234.197 Euro. Der Sanierungsaufwand beim aktuellen Gebäudebestand beträgt 4.692.404 Euro

„Anhand der Zahlen leuchtete es ein, dass gespart werden muss“, verriet man mir aus Besucherreihen dazu.

Brunhilde Seitzer betont in unserem Gespräch, dass „wir aktuell noch finanziell in der Lage sind, zu planen und neu zu gestalten“, was viele Chancen bei der Neustrukturierung mit sich bringe. Würden wir damit warten, geriete die Gemeinde in Finanznot.

Was generell gut ankam, war, dass alle die Möglichkeit hatten, ihre Wünsche und Vorstellungen für die Zukunft einzubringen. Dazu wurden Zettel mit den folgenden Fragen als Überschriften ausgeteilt:

  • Was ist mir in unserer Gemeinde besonders wichtig?
  • Ich fände es schön und würde mich darüber freuen, wenn …

„Die Atmosphäre knisterte richtig, als alle ihre Zettel ausfüllten und diese an Stellwände gehängt wurden“, höre ich. Und: „Einige Mitglieder des Presbyteriums haben die wichtigsten Gedanken auf den Zetteln für alle zusammengefasst.“ Diese werden nun noch in aller Ruhe ausgewertet.

Die anonym gehaltene Zusammenstellung der Wortmeldungen durfte ich lesen. Hier folgt eine kondensierte Zusammenfassung, was vielen aus unserer Gemeinde wichtig ist:

  • die Nähe Kirche/Gemeindeglieder; wohnortnahe Gottesdienste,
  • Räume für Gemeinde/Andacht in allen Gebieten der Stadt,
  • die Gemeinschaft in der Gesamtgemeinde, der Zusammenhalt und
  • mehr Angebote (Familienkirche et cetera) für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Anke Gasch