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Heike Weber

Seit Juni 2025 ist Heike Weber das zweite freundliche Gesicht im Gemeindebüro, sie hat die Stelle von Verena Tschaschler übernommen. Warum? Was gehört zu ihren Aufgaben? Und was war bisher das Schönste, das ihr im neuen Umfeld passiert ist? Das und mehr lesen Sie hier.

Warum hast du dich für die Stelle im Gemeindebüro beworben?

Ich habe vier Jahre sehr gern im Seelsorgedienst gearbeitet, mit den Kolleginnen und den Ehrenamtlichen, die allesamt eine unglaublich wichtige und wertvolle Arbeit leisten. Darum habe ich mich auch sehr gefreut, dass ich beim Wechsel ins Gemeindebüro diesen Wirkungskreis nur zum Teil verlasse. Ich wollte aber die Möglichkeit, die sich durch Frau Tschaschlers Abschied in den Ruhestand ergab, einfach gern ergreifen, auch andere Verantwortungsbereiche kennenzulernen und mich weiterzuentwickeln.

Hat sich durch den Wechsel etwas an deinen Arbeitszeiten geändert?

Grundsätzlich nicht. Sie sind nur etwas geregelter, ein bisschen planbarer. Das ist für die Familie sehr angenehm. Im Seelsorgedienst hat man gewisse Veranstaltungen ja auch mal an den Wochenenden oder abends. Und das fällt in meiner neuen Position weitestgehend weg.

Gibt es etwas, das dich in der ersten Zeit im Gemeindebüro überrascht hat?

Dass die Arbeit so vielschichtig und abwechslungsreich ist. Vorher hatte ich das nicht in dem Maße erwartet. Klar, viele Dinge kommen immer wieder. Manche aber auch nur einmal im Jahr oder zweimal.

Was gehört denn so zu den regelmäßigeren Sachen, um die du dich kümmerst?

Regelmäßig gibt es Bestattungen, die an das Pastoralteam verteilt werden müssen.

Für Taufen, Trauungen und Konfirmationen bereiten wir Urkunden vor. Termine wollen koordiniert werden. Natürlich gibt es auch unsere Öffnungszeiten, in denen die verschiedensten Anfragen eintreffen. Wir sind in vielen Fällen die Schnittstelle. Was leider auch zum wöchentlichen Geschehen gehört, sind Austritte. Und die kommen deutlich häufiger vor als Aufnahmen. Wiedereintritte finde ich dabei sehr interessant, da würde ich gern auch immer etwas über die Geschichte dahinter hören. Es ergibt sich zwar nicht so oft, dass man sich darüber unterhält, aber dass es sie gibt, finde ich auf jeden Fall sehr schön. Bei den Austritten sehe ich die Person leider nicht und weiß entsprechend nichts über den Hintergrund.

Was ist das Schönste, das dir bist jetzt im Gemeindebüro passiert ist?

Oah, da muss ich drüber nachdenken. Also, was jetzt nicht unbedingt hier in den Alltag gehört, was aber wirklich schön ist, ist, dass Frau Strauß und ich uns schon aus Kindertagen kennen. Als sie hier angefangen hat, habe ich ja noch zwei Räume weiter im Seelsorgebüro gearbeitet. Und da stand sie da plötzlich. Wir waren als Kinder mit unseren Familien schon im Familienkreis der Kirchengemeinde. Und dieser Familienkreis existiert bis heute. Seit 40 Jahren. Die Erwachsenen treffen sich immer noch. Die Kinder nicht mehr. Aber die Kontakte bestehen weiter. Dass wir uns kennen, dass ich wusste, wer da mit mir sitzt, das fand ich tatsächlich besonders schön. Vielleicht war das ein so gewollter Zufall?

Und wie herzlich ich vom Seelsorgedienst verabschiedet wurde, das war für mich auch etwas Besonderes. Ich habe viel Zuspruch und Wertschätzung erfahren und Menschen, die sich für mich und mit mir gefreut und mich bestärkt haben.

Das Gespräch führte Anke Gasch